Zeichnung und Sprache

 Schon immer habe ich mich für Menschen, Tiere, Bilder und Figuren interessiert und alle meine Beobachtungen zeichnerisch zu Papier gebracht.
Besonders beeindruckend waren dann auch die vielen Stein- und Bronzebüsten meines Urgroßonkels (Hermann Joachim Pagels/Bildhauer), die ich zu Besuch bei meinen Großeltern bewundern konnte. Mitunter fanden die schweren Skulpturen ihren Platz  zwischen Bücherstapeln und große Bilder teilten sich mit Hirschgeweihen den Platz an  hohen Altbauwänden.
 Diese Besuche bei meiner darüber hinaus wundersamen Verwandtschaft haben sicherlich auch meinen Sinn für Humor und fürs Skurrile geprägt.

Manchmal musste ich in meinem Eifer auf Rückseiten von Tapetenresten und Telefonbüchern weiterzeichnen, wenn kein anderes Papier griffbereit war. Unzählige Bildergeschichten sind damals entstanden und ich entwickelte meine Vorliebe für Illustration, Cartoons, Comic-Kunst und Karikatur.

 Nach meinem Fachabitur an der Fachoberschule für Grafik und Gestaltung habe ich mich für die Logopädie (Sprachtherapie) entschieden. 
 Eine mir sehr am Herzen liegende Illustrationsarbeit ist von daher das
Therapieprogramm MODAK von Dr. Luise Lutz, weil ich Zeichnung und Sprachtherapie miteinander verbinden konnte.  
 MODAK ist mittlerweile ein Standardwerk in der Aphasietherapie und umfasst ca. 200 Situationsbilder, erschienen im Springer Verlag.

"Sehr dankbar bin ich Inga Ortmann-Röpke für die gute Zusammenarbeit, für ihre Geduld bei all meinen Änderungswünschen und vor allem für all die netten Leute, die -aus ihrer Feder stammend- den ganzen Tag meine Praxis bevölkern und mir im Laufe der Zeit zu vertrauten Freunden geworden sind. Sie sind - unterschwellig witzig - so lebendig, dass es meinen Patienten leicht fällt, sich mit ihnen in Kommunikationsübungen wie mit echten Gesprächspartnern zu unterhalten.  In meinen zahlreichen Seminaren habe ich auch genau diese Rückmeldung erhalten."
Dr. Luise Lutz

MODAK 

Situationsbilder für Aphasietherapie

Die Situationsbilder sind bewusst einfach gehalten, um den Patienten nicht unnötig abzulenken. Da in der Erwachsenentherapie Illustration oft sehr nüchtern ausfällt, war es mir als Logopädin und Illustratorin ein Anliegen, den Figuren einen gewissen Witz zu verleihen und sie - im wahrsten Sinne des Wortes - "unterhaltsam"  werden zu lassen. Ich bin Frau Dr. Luise Lutz sehr dankbar, dass sie mich in dieser Illustrationsarbeit so wohlwollend unterstützt hat  die freundschaftliche Verbundenheit bis heute andauert.